Musikatelier Europa


Gregorio Sciroli
(1722- ca.1781)
Sonate B-Dur
Wolfgang Amadeus
Mozart
(1756-1791)
Kegelstatt-Trio
KV 498
Michail Glinka
(1804-1857)
Trio pathétique d-moll
Johannes Brahms
(1833-1897)
Trio a-moll op. 114
Vincent d‘Indy
(1851-1931)
Trio B-Dur op.29
Heinz-Joachim Zander
(*1920)
Trio (1985)

zurück

Die Kombination von drei ganz unterschiedlichen Instrumenten ist unwiderstehlich unterhaltsam und ein erfrischender Kontrast zu den Klangfarben des „klassischen" Klaviertrios.
Es ist nicht verwunderlich, dass Komponisten in ganz Europa hingebungsvoll mit dieser Besetzung experimentierten.
Einer der ersten war der Neapolitaner Sciroli, der noch in der Tradition des Barock stand: Klavier und Violoncello als treue Begleitinstrumente für die solistisch eingesetzte Klarinette.
Mozart legte recht bald den eigentlichen Grundstein für die emanzipierte und kultivierte Dreistimmigkeit dieser Besetzung. Hell strahlte diese Kammermusikformation nun in seiner ganzen musikalischen Größe und Einzigartigkeit durch Europa – im Osten bis nach Russland.
Im großen romantischen, etwas wehmütigen Stil entstanden nun die Trios von Glinka und Brahms.
Als Repräsentant der französischen Schule schuf d’Indy hingegen sein dramatisches Klaviertrio. Bis in die jüngste Gegenwart inspiriert diese Gattung Komponisten zu Neuschöpfungen wie etwa Zander zu seinem Trio mit modernerer Tonsprache.
Eine Moderation mit spannenden Details zur Entstehungsgeschichte kommentiert die einzelnen Stationen unserer einzig- und eigenartigen Europakarte.